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Besorg noch fĂŒr das Segel die Chaussee

„Weil er ein Dichter ist, muß Thomas Kunst der Sprache misstrauen. Nur ironisch gebrochen taugen ihm die Wörter noch zur Verteidigung der Poesie, in gebrĂ€uchlicher Wendung weiß er sie mit der LĂŒge belastet.”

“... Der Zweifel zwingt den Lyriker in den Kreis der Ironiker, er fĂŒhrte ihn zurĂŒck auf die Spur der Romantiker, der Expressionisten, der Surrealisten, wĂ€hrend er schon nichts mehr beizutragen fand zu jener DDR-Literatur, der sein Werk, geographisch gedacht, zuzurechnen wĂ€re.”

“... Der faule Zauber ist seine Sache nicht, mit dem Strukturalismus mag der Poet nicht kokettieren. Er weiß ohnehin, dass ihm nur der eine, der „andere Weg“ offen steht, der des gedichts das sich/nach innen besinnt“ und dennoch der Welt verbunden bleibt, insofern es eben von der BeschĂ€digung der Sprache handelt.     Zur Anklage wird die immer wieder formulierte Sehnsucht nach einer poetischen Harmonie, die heute behaftet scheint mit dem Stigma der TrivialitĂ€t,weil die Gegenwart keinen Raum lĂ€sst fĂŒr die Idylle. Mit böser Ironie nur kann der Dichter die Erinnerung bewahren: „schlaf kindlein schlaf/der vater hĂŒtet die schafe//die mutter lĂ€ds maschinengewehr/ und schießt die dunkelen lampen leer//komm kind komm/lein“.

Thomas Rietzschel, FAZ vom 18.03.1992

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